geschrieben von Sarah Doleschal (nuts&needles)
- Gefühle von Hoffnungs- und Hilflosigkeit
- Wut, Trauer und Verzweiflung
- Selbstgefährdendes Verhalten, z.B. Selbstverletzungen oder risikoreiches Verhalten im Straßenverkehr
Wie entsteht Suizidalität?
Welche Herausforderungen haben Betroffene?
Wie kann Suizidalität behandelt werden?
DOs im Umgang mit Betroffenen
DON'Ts im Umgang mit Betroffenen
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Sag der Person nicht, wie egoistisch es ist, dass sie über Selbstmord nachdenkt und wie viel besser es allen ginge, wenn sie nicht da wäre.
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Sag der Person nicht, dass es ihnen nie besser gehen wird, weil sie es schon so oft versucht haben und gescheitert sind.
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Versuche nicht, sie zu einer Behandlung zu zwingen, ohne ihnen vorher eine Chance zu geben.
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Verharmlose die Situation nicht mit Sprüchen wie "Keine Sorge, alles wird gut". Dies ist eine sehr ernste Angelegenheit und muss sorgfältig bedacht werden.
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Sag niemandem, dass er*sie seine*ihre Gefühle einfach "überwinden" oder "stark sein" soll. Diese Art von Sprache kann jemandem das Gefühl geben, er*sie sei fehlerhaft oder falsch, weil er*sie so fühlt, wie er*sie fühlt.
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Sag der Person zum Beispiel nie, dass sie egoistisch sind, weil sie sterben wollen. Bei Selbstmord geht es nie um Egoismus, sondern um Schmerzen und Leiden, die auf keine andere Weise angemessen bewältigt werden können. Es ist wichtig, sich das immer wieder vor Augen zu führen.
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Vermeide Schuldzuweisungen. Jemandem Schuldgefühle einzureden, damit er etwas tut, was er nicht tun will, ist eine manipulative Taktik, die die Situation noch viel schlimmer machen kann. Wenn überhaupt, können Schuldgefühle dazu führen, dass sich Menschen in ihrer Situation noch hoffnungsloser fühlen und eher einen Selbstmordversuch unternehmen.
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Vermeid Drohungen oder Ultimaten, wenn der*die Betroffene Hilfe ablehnt. Jemanden zu bedrohen, damit er*sie Hilfe in Anspruch nimmt, mag den Anschein erwecken, dass es funktioniert, bringt ihn*sie aber in eine noch gefährlichere Lage, in der er*sie sich allein gelassen fühlt und keine Kontrolle über sein*ihr Leben hat.
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Vermeid Panikmache oder wertende Worte, wenn du über Suizidalität sprichst. Das bedeutet nicht, dass du überhaupt nicht über Selbstmord sprechen darfst - sei nur vorsichtig, wie du das Thema angehst, damit die Person weiß, dass du für sie da sind, egal was als nächstes passiert!