Es gibt einige Dinge, die im Umgang mit Menschen, die an einer bipolaren Störung leiden, vermieden werden sollten. Im Folgenden findest Du einige Tipps, was im Umgang mit Menschen, die von einer bipolaren Störung betroffen sind, vermieden werden sollte:
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Vermeide es nicht, über das Problem zu sprechen. Wenn Du die Symptome der bipolaren Störung ignorierst, werden sie nicht verschwinden. Wenn überhaupt, werden sie mit der Zeit nur schlimmer. Das Beste, was Du tun kannst, ist, offen darüber zu sprechen und zu versuchen zu verstehen, was dein*e Angehörige*r durchmacht. Das wird ihm helfen, sich unterstützt und verstanden zu fühlen, anstatt sich isoliert und unverstanden zu fühlen.
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Versuche nicht, alles selbst in die Hand zu nehmen, denn das führt nur dazu, dass Du dich gestresst und erschöpft fühlst, was für beide Partner in dieser Situation nicht gut ist! Versuche, nicht alles selbst zu machen, sondern dem*der Betroffenen zu helfen, indem Du einige Aufgaben oder Verantwortlichkeiten im Haus übernimmst, während es ihnen besser geht, damit sie sich nicht darum kümmern müssen, wenn es ihnen wieder schlechter geht!
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Vergewissere dich, dass Du dir über deine Grenzen im Klaren bist. Wenn Du mit dem Verhalten der Person nicht einverstanden bist, setze Grenzen und halte diese ein. Lass sie wissen, wenn Du selbst Hilfe von anderen brauchst oder wenn es etwas gibt, was sie anders machen können.
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Nimm die Dinge nicht persönlich. Denk daran, dass sie nichts absichtlich tun, sondern nur mit einer Krankheit zu kämpfen haben.
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Sei unterstützend, ohne aufdringlich oder herablassend zu sein. Sag ihnen, was Du beobachtest, und lass sie wissen, dass Du für sie da sind, wenn sie Hilfe oder Rat brauchen, um ihre Verhaltensmuster zu ändern - aber halte ihnen keine Vorträge!
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Sag ihnen nicht, dass sie einfach nur überdramatisch oder übermäßig empfindlich sind.
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Versuche nicht, sie von deiner Sicht der Dinge zu überzeugen, auch wenn Du glaubst, dass sie die richtige ist (und auch wenn sie falsch liegt).
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Sag ihnen nicht, dass es ihnen unmöglich so schlecht gehen kann, wie sie sagen - oder dass ihr Schmerz nicht echt ist, weil er nicht so aussieht, wie Du es von außen erwarten würden (z. B. körperliche Verletzungen).
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Sag ihnen nicht, welche Medikamente oder Therapien bei anderen Menschen mit ähnlichen Problemen "funktionieren", denn diese Dinge funktionieren vielleicht nicht bei ihnen - und selbst wenn sie jemand anderem helfen, heißt das noch lange nicht, dass sie auch bei deine*m Angehörigen wirksam sind!